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Wiesenstifte Malen-Party

Veröffentlicht am 08.11.2015 von Sabine Müller

Unglaublich aber wahr! Im August feierten 40 junge Leute eine Goa-Party auf einer Wiese. Doch das ging dem Landwirt, dem


Was genau ist denn Goa?

Veröffentlicht am 20.10.2014 von Sabine Müller

Goa ist eine Musikrichtung, die in den 90er Jahren im südlichen Indien entstanden ist. Was den Takt betrifft, so handelt


Was genau macht Goa Musik aus?

Veröffentlicht am 20.10.2014 von Sabine Müller

Einen typischen Goa Titel macht erst seine Länge aus, denn diese ist in der Regel zwischen 8 und 10 Minuten.



Indien, Strand, Partys – Goa

Goa hat seine Wurzeln an der westlichen Küste Indiens, an der sich in den späten 70er Jahren viele Hippies und Aussteiger niederließen auf der Suche nach einer neuen Heimat. Goa war ehemalige portugiesische Kolonie und hatte das richtige Ambiente mit Palmen und einer angenehmen Hitze für Aussteiger zu bieten.

Die Stimmung war Partystimmung und so entwickelte sich der Musikstil Goa. Der Spaßfaktor stand ganz oben auf der Liste und zog immer mehr Menschen aus den europäischen Ländern an, die das Besondere und das Einzigartige suchten. Goa war zu diesem Zeitpunkt Discoparty unter Palmen und es wurde im Mondschein am Strand zur Musik von Pink Floyd und Neil Young abgetanzt. Die ersten Partys mit ihren speziellen Menschen führten dazu, dass sich Goa auch für DJs aus Europa als Anziehungspunkt entwickelte und dort verstärkt Disco und Eurodance gespielt wurden. Goa wurde davon beeinflusst und hatte diese ganz bestimmte elektronische Note bekommen, die es sehr erfolgreich machte. Durch die vielen weltweiten Einflüsse war Goa von Beginn an ein Crossover aus Reggae, klassischer indischer Musik, Rock Fusion und südamerikanischen Klängen.

Musikstil Goa

In den 80er Jahren etablierte sich die Gegend von Goa als Reiseland und Partyland für jedermann. DJ Goa Gil war eine der tragenden Figuren für die alternative Reisekultur und war ausschlaggebend an der Entstehung des Goa beteiligt. Aber auch Fred Disco und Ray Castle waren bekannte Disco DJs des Musikstils Goa, die sich im Laufe der Zeit immer elektronischer ausrichteten und in den 90er Jahren von Sven Väth, Paul Oakenfold in Europa und den USA abgelöst wurden. Sets, die an die 24 dauerten waren im Goa keine Seltenheit und machten auch in den 90er Jahren vor den europäischen Discos keinen Halt. Die neue Entwicklung mit Acid House und Sommer of Love schwappte aus den USA und Europa nach Goa und führte zu einer neuen härteren und elektronischeren Ausrichtung im Musikstil Goa. Musikalisch wurde der Goa Rhythmus in einem durchgängigen 4-to-the-floor Beat ausgerichtet, der auch bei den Stilen Disco, Techno und der gesamten elektronischen Tanzmusik gespielt wurde. Der gleichmäßig betonte Rhythmus im 4/4 Takt, bei dem der Bassdrum auf jedem einzelnen Schlag gespielt wird, wurde auch in der Disco Musik schon sehr populär. Auch Goa hatte diesen Rhythmus als Grundlage. Goa war aber vielschichtiger als andere elektronische Musikstile, entstanden durch die unterschiedlichen Ebenen und ein gleichzeitiges Auftreten mehrerer Musikarten. Goa wurde auch als warm bezeichnet im Unterschied zu den harten und kalten Klängen des Techno und House.

Goa, Trance und Psychedelic Trance

Weitere Entwicklungen ließen nicht auf sich warten und brachten den Trance hervor, der aus dem Goa entstanden war. Die elektronische Musik hatte Einflüsse auch im Goa spürbar gemacht und wurde durch die neuen Synthesizer der 90er Jahre mit vielschichtigeren Melodien, Loops und Soundlayers ausgestattet. Die Bands, die zu dieser Zeit Goa spielten, waren unter anderem Astral Projektion, Transware, Etnica, Har-el Prussky und California Sunshine. Eine weitere Fortführung im Goa war der Psy-Trance, der immer technischer wurde und mit kraftvolleren Soundsystemen in den Partys der 90er Jahre Einzug hielt. Die Partywelt benötigte immer härtere Kicks dun die Sounds wurden immer gewaltiger mit einem ausgereiften Tieftonbereich, mehr Dynamik dun Groove, was den Dance Partys der 90er Jahre den ultimativen Kick brachte.

Goa und das spezielle Lebensgefühl

Die Tradition der Hippies in den 70 und 80er Jahren wurde im Goa und auf den Goa Partys weitergeführt, auch wenn sich viele andere Musikstile aus dem Goa entwickelt hatten. Im Goa hatte immer eine friedliche und respektvolle Atmosphäre geherrscht, was auch eine Folge der Bewusstseinserweiterung, Liebe und der Selbstverwirklichung dieser Generation entsprach. Die kritische Haltung gegenüber der leistungsorientierten Gesellschaft in Europa und den USA war natürlich immer die Grundhaltung gewesen, die Aussteiger in Goa verbunden hatte. Die Einflüsse der psychedelischen Musik der 70er Jahre waren im Goa Musikstil klar erkennbar wiederzufinden und die Goa Szene war damit auch ein legitimer Nachfolger der amerikanischen Hippiekultur geworden. Goa Partys fanden immer in der freien Natur satt und sind für viele nicht nur rein musikalisch, sondern auch optisch eine Reise wert gewesen. Die legendären Strandpartys waren mit einer ausgefallenen Dekoration und psychedelischen Motiven geschmückt, die an nichts fehlen ließen. Märchenlandschaften, Mondlandschaften und Alien Motive inklusive waren auf jeder Goa Party sicher und gaben den Besuchern musikalisch und optisch den ultimativen Kick.

Goa Partys waren von den Trancezuständen der Tänzer, den psychedelischen Einflüssen aus Musik und Kunstinstallationen geprägt, was aber auch durch den Konsum von Drogen aller Art zustande kam. Die halluzinogenen Drogen, die in Verbindung mit Goa Musik konsumiert wurden, hatte auch die Strafverfolgungsbehörden aufmerksam gemacht und es gab auf diesen Partys immer wieder polizeiliche Einsätze. Es wurden aber im Laufe der Zeit, um dem Drogenkonsum entgegenzuwirken ein Drug Checking eingeführt von Hilfsorganisationen wie Eclipse.

Goa hatte sich rasant in den Clubs weltweit verbreitet, die aber nie den Geist aus Indien weitertragen konnten. Die Kommerzialisierung des Musikstils Goa war dann auch an der ursprünglichen Sache vorbei gegangen und hatte nicht mehr den Einfluss wie an den Stränden in Goa.

 

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